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Schlehengäuschule Gechingen
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Wo Lehrer mit Eiern bezahlt werden und Bürgermeister Scheichs heißen
 - Lesung des Schriftstellers Salim Alafenisch an der Schlehengäuschule

Dass man mit einfachen Mitteln bei Schülern große Begeisterung erzeugen kann, das bewies der Schriftsteller Salim Alafenisch bei seinem Besuch in der Schlehengäuschule am 14. Oktober. Bereitwillig ließen sich die anwesenden Schüler der Klassen 2 und 3 von ihm in die Welt des Orients entführen.

Salim Alafenisch, der 1948 in der Negev-Wüste als Sohn eines Beduinen-Scheichs geboren wurde, war bis zum Alter von 14 Jahren Kamelhirte und so wusste er auch allerlei Interessantes und Wissenswertes aus dem Wüstenalltag zu erzählen. Erfrischend und nur der Kraft seiner Worte vertrauend, vermochte er seine kleinen Zuhörer zu jeder Zeit zu fesseln. Diese erfuhren z. B., dass man im Orient seine Lehrer freitags mit Eiern zu bezahlen pflegte – die Größe der Eier hing von der Unterrichtszufriedenheit der Schüler ab . Und wo er herkomme, heißt der Gemeindeobere nicht Bürgermeister, sondern Scheich. Die Schule, das war für ihn das Sitzen am Lagerfeuer und die Geschichten der Älteren, durch die er viel über das Leben erfahren habe. Damals habe er auch eine wichtige Sache gelernt - das Zuhören. Traurig fand Salim Alafenisch, dass heutzutage immer weniger Geschichten erzählt werden. Stattdessen säßen die Leute -  auch in seiner Heimat -  lieber vor dem Fernseher.

Nachdem er seine Geschichte „Azizas Lieblingshuhn erzählt hatte, präsentierte der Schriftsteller sein Kuschelkamel Hasan,  ohne das er nie auf Reisen geht. Da war das Gelächter groß. Hasan stellte ein Kamelrätsel, bei dem die Schüler am Ende ein Buch und Autogrammkarten gewannen. Anschließend bewiesen die anwesenden Kinder durch zahlreiche Fragen, dass sie interessiert und begeistert bei der Sache waren.

Am Ende trugen sie stolz und mit glücklichen Gesichtern ihre Autogrammkarten in die Klassenzimmer. Und wer weiß, ob der eine oder andere sich nicht an einem Freitag einmal ein Ei in den Schulranzen steckt.

 

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